Aufbau einer Kreislaufwirtschaft! Unser gegenwärtiges Wirtschaftsmodell beruht darauf, dass Werte ausgebeutet und verschwendet werden. Dieser Zustand ist unhaltbar. Er ungerecht gegenüber anderen, die von unmenschlichen Arbeitsbedingungen oder vergifteten Lebensräumen betroffen sind. Er ist auch unfair gegenüber künftigen Generationen, die nicht in der Lage sein werden, die Ressourcen, die wir verschwenden, zu nutzen. Wir sollten Veränderungen herbeiführen und alles dafür tun, uns auf eine Kreislaufwirtschaft zuzubewegen!

Was machen wir zuerst?

Lösen des Abfallproblems in Europa, Verschmutzung durch Kunststoffe stoppen.

Was passiert zurzeit?

Seit vielen Jahrzehnten verfolgen die Volkswirtschaften lineare Produktionsmodelle, die auf der Annahme beruhen, dass die Ressourcen reichlich vorhanden, leicht zu beschaffen und billig zu entsorgen sind. Dies hat dazu geführt, dass wir mehr als 2 Milliarden Tonnen Abfall pro Jahr entsorgt und mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff erzeugt haben. Mehr als 1,2 % des entsorgten Materials werden deponiert oder verbrannt. Wissenschaftler sind der Meinung, dass mehr als 90 % dieser Materialien wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden könnten. Wenn wir unser heutiges Verhalten beibehalten, wird es bis 2050 mehr Plastik als Fische in den Ozeanen geben! Darüber hinaus hängt die Beschaffung und Verteilung vieler Rohstoffe mit gravierenden Korruptionsproblemen, unmenschlichen Arbeitsbedingungen, Umweltzerstörung, Kinderarbeit und Ressourcenknappheit zusammen - um nur einige zu nennen.

Die europäischen Volkswirtschaften sind nach wie vor weitgehend verschwenderisch und ökologisch ineffizient: Die Abfallwirtschaftssysteme und die entsprechenden Politiken in Europa sind nicht harmonisiert und stützen sich weiterhin auf traditionelle Geschäftsmodelle (z.B. "je mehr Sie verkaufen, desto mehr verdienen Sie"), die Anreize für nicht nachhaltiges Verhalten bieten.

Was ist unsere Vision?

Wir wollen in einer Welt leben, in der die Wirtschaft auf Langlebigkeit, Erneuerbarkeit und Dematerialisierung basiert. Alternative Modelle haben sich als wirksam erwiesen, und ihre breitere Anwendung wird nicht nur in Europa, sondern weltweit eine transformative Wirkung haben. Dies erfordert einen komplexen Übergang, der neue Regierungspolitiken, unternehmerisches Handeln und ein verändertes Verbraucherverhalten mit sich bringt. Wir wollen, dass die Kreislaufwirtschaft das gewünschte Modell für die europäischen Gesellschaften wird. Was wir brauchen, ist eine konzertierte Aktion zwischen den Mitgliedstaaten, um die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft in ganz Europa konsequent angewandt werden. Und ja, wir wollen bis 2040 null Plastik in den Ozeanen!

Wie kommen wir dahin?

Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt gute Beispiele für Konzepte, um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Volt begrüßt den 2015 EU Circular Economy Action Plan. Aber wir alle können es besser: Politiker, Wissenschaftler, Industrie und Verbraucher. Die folgende Liste von 6 Maßnahmen verdeutlicht unsere Prioritäten, um die Kreislaufwirtschaft in Europa anzukurbeln.

1. Unterstützung innovativer Geschäftsmodelle und Technologien, damit die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft von Anfang an mitgestaltet werden können. Erhöhung der Budgets für Forschung, Innovation und Gründungsdienstleistungen, um Anreize für innovative Projekte zu schaffen. Erwägen von Preisobergrenzen, verbesserten Kontrollmechanismen und Transparenzinitiativen (z.B. Umweltzeichen), um neuen Akteuren der Kreislaufwirtschaft den Markteintritt zu erleichtern.

2. Förderung der Sharing Economy durch bessere Informationstechnologie, neue Anreizmodelle und Closing-The-Loop-Systeme. Vollständige Umsetzung von Green Public Procurement Maßnahmen (z.B. neue Konzepte für staatliche Fuhrparks und Carsharing) und Bereitstellung von Mitteln, um Ansätze des Design-Denkens und der Digitalisierung (Industrie 4.0) in das Großkapital und die Kreislaufwirtschaft in Europa zu bringen.

3. Einführung harmonisierter Steueranreize und schnellerer Regulierungsverfahren für innovative Spitzenreiter. Dies wird innovativen Unternehmern und Designern helfen, nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu implementieren, die länger nutzbar und nützlich sind. Dies sollte europaweit abgestimmt werden.

4. Einrichtung umfangreicher Forschungs- und Innovationsfonds, die es ermöglichen, bewährte Verfahren für eine nachhaltige Abfallbewirtschaftung umzusetzen – beispielhaft ist hier das erste integrierte Abfallwirtschaftszentrum Griechenlands. Ferner ist es von entscheidender Bedeutung, Maßnahmen in Regionen, die von Abfällen und toxischen Emissionen besonders betroffen sind, zu ermitteln und zu priorisieren.

5. Sicherstellung der Versorgung mit kritischen Rohstoffen, Sicherstellung von Fair-Trade und 8 nachhaltigen Supply Chain Management Maßnahmen und Start einer Transparenzinitiative. Die Hersteller sollten mehr Informationen über ihre Lieferkette und die Herkunft ihrer Ressourcen bereitstellen. Um die Transparenz zu erhöhen, müssen Kennzeichnungs- und Überwachungssysteme eingeführt werden. Ehrgeizigere Regelungen mit spezifischen Ausstiegs- oder Reduktionszielen, einem Sonnenuntergangstermin und konkreten Zahlen sollen den Verbrauch nicht nachhaltiger Rohstoffe senken.

6. Entwicklung eines europaweit harmonisierten Kreislauf-Abfallmanagementsystems und Neugestaltung der Vorschriften für die Nutzung und das Recycling von Sekundärrohstoffen, damit Kohärenz erreicht und Nachhaltigkeitsprinzipien konsequent angewendet werden. Beispielsweise sollte es ein kohärentes europäisches System für das Flaschenrecycling geben, die Haushaltsabfallwirtschaft sollte einheitlich geregelt werden, Rücknahmesysteme mit Schwerpunkt auf einer erweiterten Herstellerverantwortung eingeführt werden. Best Practices sollten rasch branchen- und systemübergreifend verbreitet werden.

7. Breite (finanzielle und politische) Unterstützung für die erfolgreiche Umsetzung der neuen EU-Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft; Aufbau eines starken Netzwerks von Akteuren, die konzertierte Maßnahmen zur Abkehr von der Kunststoffgesellschaft ergreifen. Wir brauchen intelligentere Kunststoffe, alternative Materialien und Lösungen, um die Kunststoffabfälle aus Ozeanen und Stränden zu sammeln - dem schlechten Erbe unserer Vergangenheit. Volt will Best Practices unterstützen, um eine Zukunft zu ermöglichen, die weniger abhängig von Kunststoffen ist, z.B. durch (1) das Verbot des Verkaufs von Einweg-Kunststoffbesteck, -schalen und -bechern in allen europäischen Mitgliedstaaten, (2) das Verbot von Einwegverpackungen in öffentlichen Gebäuden, einschließlich Wasser- und Bierflaschen, Plastiktellern und -besteck, (3) die Verpflichtung, wiederverwendbare Gegenstände bei großen öffentlichen und privaten Veranstaltungen zu verwenden. Zusätzlich sollten politische und regulatorische Maßnahmen werden weiter geprüft, einschließlich einer Steuer für Kunststoffe und Verpackungen.

Liquid syntax error: Error in tag 'subpage' - No such page slug banking