Kampf für Gleichberechtigung! Die meisten LGBTIQ-Menschen in der EU haben immer noch nicht die gleichen Rechte und Freiheiten wie andere. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass die Diskriminierung von LGBTIQ-Menschen der Vergangenheit angehört! Wir wollen für umfassende Gleichheit und eine inkludierende Gesellschaft kämpfen. Liebe ist ein Recht, das alle genießen dürfen.

Was machen wir zuerst?

Beseitigung von Diskriminierung am Arbeitsplatz

Was passiert zurzeit?

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." Volt beruft sich auf die Prinzipien der Gleichheit für alle, der Chancengleichheit und der Achtung der Menschenrechte. LGBTIQ-Menschen sind in allen Bereichen ihres Lebens diskriminierenden Praktiken, Gewalt, Belästigung und vielem mehr ausgesetzt. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle und Schwule stehen vor verschiedensten Herausforderungen und haben unterschiedlichste Bedürfnisse. Eine Einheitslösung dafür gibt es nicht.

Was ist unsere Vision?

Kurz gesagt: Liebe ist Liebe! Volt will Vorschriften und konkrete Maßnahmen einführen, um die Gleichstellung für alle rechtlich und in der Praxis zu erreichen. Uns geht es dabei nicht um einen abstrakten Begriff von Gleichheit. Wir wollen umfassende Gleichheit und geben uns mit nichts anderem zufrieden. Wir wollen sicherstellen, dass LGBTIQ-Menschen Zugang zu den gleichen Rechten und Schutzrechten haben. Darüber hinaus ist uns wichtig, alle Formen der Diskriminierung, ob im privaten oder öffentlichen Bereich, durch Bildung, Anreize im Berufsleben usw. zu beseitigen.

Wie kommen wir dahin?

1. Die Ehe für alle legalisieren. Leider können in vielen Ländern der EU einige Menschen wegen ihres Geschlechts keine Ehe schließen. Wir können diesen Umstand nicht akzeptieren, nur weil es andere Formen der Partnerschaften als die Ehe gibt. Deshalb wird sich Volt dafür einsetzen, die Ehe für alle in sämtlichen Mitgliedstaaten der EU zu legalisieren, in denen dies nicht bereits der Fall ist - damit heterosexuelle und homosexuelle Paare vor dem Staat die gleichen Rechte und Verfahren genießen können.

2. Legalisierung der Adoption für gleichgeschlechtliche Paare: viele Kinder brauchen dringend eine Familie. Und viele Familien – oder Einzelpersonen – wünschen sich Kinder. Als einziges Kriterium für eine Adoption sollte zählen, ob man einem Kind eine sichere und liebevolle Umgebung bieten kann und wird. Deshalb sollten alle die gleichen Rechte genießen. Und damit auch das Recht, Kinder zu adoptieren. Homosexuelle Eltern können ein Kind genauso gut erziehen wie heterosexuelle. Kinder brauchen keine mütterliche und väterliche Figur gleichermaßen. Andernfalls wäre nicht zu erklären, wie so viele Kinder, die von einer alleinerziehenden Mutter oder einem alleinerziehendem Vater und von homosexuellen Eltern aufgezogen werden, wie alle anderen sind. Deshalb wird Volt folgendes tun:

- Jeder Erwachsene - unabhängig von seiner Geschlechtsidentität, seiner sexuellen Orientierung und seinem Familienstand – sollte die Möglichkeit haben, ein Kind nach den gleichen Kriterien zu adoptieren, wie sie für heterosexuelle Paare nach lokalem Recht vorgeschrieben sind. Außerdem

- sollte sichergestellt werden, dass das Verfahren das gleiche ist wie bei heterosexuellen Paaren: Homosexuelle Paare oder Alleinerziehende sollten nicht zusätzliche Hürden überwinden müssen, um adoptieren zu können. Es darf keine Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität, der sexuellen Orientierung und des Familienstandes der Eltern erfolgen.

3. Sexualerziehung – keine Scheuklappen: Bildung ist der Schlüssel zur Beseitigung von Ungleichheit, unfairer Behandlung und zur Förderung einer Kultur des gegenseitigen Verständnisses und der Akzeptanz. Es sollte sichergestellt sein, dass alle in einer sicheren Lernumgebung Zugang zu den Informationen und Ressourcen haben, die einen selbst, Klassenkameraden und den Rest der Welt betreffen. Deshalb wird Volt dafür sorgen, dass in der Sexualerziehung nicht nur Heterosexualität diskutiert wird, sondern auch alle anderen Arten von sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten (z.B. was es heißt, cisgender, transgender oder intersexuell zu sein).

4. Genderbejahende Verfahren wie Hormonbehandlung, Chirurgie und psychologische Betreuung für Transgender zugänglich machen und sicherstellen, dass diese von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

5. Beseitigung von Diskriminierung am Arbeitsplatz. Dafür schlägt Volt folgendes vor:

- Unternehmen sollten sanktioniert werden, die nicht jedem Einzelnen die gleichen Leistungen, Gehälter, Einstellungs-, Ausbildungs- oder Beförderungsmöglichkeiten unabhängig der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, dem Geschlechtsausdruck oder den Geschlechtsmerkmalen gewähren und in der Stellenausschreibung auf die Nichtdiskriminierung aus diesen Gründen hinweisen.

- Alle mittelgroßen bis großen Unternehmen müssen über vertrauliche Kanäle und Hotlines verfügen, die unabhängig von gängigen Arbeitnehmerbeziehungen funktionieren, unangemessenes und diskriminierendes Verhalten, Gewalt und/oder sexuelle Belästigung zu melden. Dieser Berichtskanal sollte von einem externen Unternehmen oder einem separaten Personalteam verwaltet werden.

- Unternehmen sollten Anreize bekommen, Mitarbeiter - insbesondere Führungskräfte - zu schulen, um das Bewusstsein für die Probleme ihrer LGBTIQ-Kollegen zu schärfen.

- Die Regierung sollte den Unternehmen Anreize bieten, um sicherzustellen, dass sie die spezifischen Rechte von Transsexuellen und Intersexuellen am Arbeitsplatz berücksichtigen:

i. Unternehmen sollten Richtlinien für die Einbeziehung von Trans-Mitarbeitern, Kunden und anderen Stakeholdern einführen, unabhängig davon, ob sich dies in offiziellen Dokumenten widerspiegelt (wozu auch die Festlegung von Richtlinien gehört, die von den Mitarbeitern des Unternehmens verlangen, den Namen, die Pronomen, die Begriffe und das Geschlecht der betreffenden Person zu respektieren).

ii.Die Unternehmen sollten einen sicheren und diskriminierungsfreien Zugang zu Badezimmern und anderen Einrichtungen mit nur einem Geschlecht sowie nicht-diskriminierende Kleiderordnungen gewährleisten.

iii. Unternehmen müssen auch Maßnahmen ergreifen, um die Rechte von Intersexuellen bei der Arbeit zu respektieren, einschließlich des Zugangs zu persönlichen Dienstleistungen und Umkleideräumen, Kleidungsvorschriften, Gesundheitsfürsorge und medizinischer Versorgung.

 

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